Vermehren

Ohne viel Aufwand an blühende Geranien gelangt man, wenn man sie durch Stecklinge vermehrt. Aber auch die Anzucht aus Samen gestaltet sich zumeist nicht sonderlich schwierig. Wichtig ist hier nur, die Bedürfnisse der jeweiligen Art zu kennen.

Da sich die Mitglieder der Gattung Perlargonium an unterschiedliche Lebensräume angepasst haben, mussten sie unterschiedliche Vermehrungsmethoden entwickeln.

Einige arten, wie zum Beispiel P. quinquelobatum, bilden an ihren Früchten sogannte Grannen aus. Dabei handelt es sich um einen dünnen, gekrümmten oder gedrehten Fortsatz. Kommt die Frucht mit Wasser in Berührung, dann streckt sich die Granne und bohrt das Saatgut quasi in die Erde.

geranie samen

Frucht mit Granne von P. quinquelobatum im trockenen Zustand.

mit dem strecken beginnt die granne übrigens bereits wenige sekunden nachdem sie mit wasser kontakt hatte. dabei kann man zusehen. trocknet die frucht wieder aus, dann rollt sie sich wieder zusammen.

samen granne

Gestreckte Granne.

Wie bereits erwähnt, ist das Vermehren von Geranien durch Stecklinge die schnellere Methode. Dafür ist es aber auch nicht ganz so spannend.

Die Stecklinge kann man im Wasserglas bewurzeln lassen oder direkt in die Erde pflanzen. Ideal ist es, wenn die verwendeten Triebe noch keine Blüten oder Knospen haben. Es kann aber auch mit funktionieren.

Wem der nötige Raum fehlt, um seine ausgewachsenen Pelargonien zu überwintern, der kann sie in form von im Herbst abgetrennten Stecklingen platzsparend durch die kalte Jahreszeit bringen.

keimling